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Der Betrachter ist aufgerufen zu schauen – die Bilder, in denen sich Collage, Malerei und Poesie vereint finden, um einen tiefen Sinn zu vermitteln. Dieser Sinn steht im Gegensatz zu Dada.

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Während des Lesevorgangs des Betrachters formen sich erst die Worte, eröffnen sie ihre Lautmalerei. Das Medium Malerei scheint Salomon-Schneider nicht zu genügen. – Die Kunst soll sich in mehreren Dimensionen dem Betrachter öffnen. Ergänzt durch auditive Elemente – die durch Wortreihen eingebracht sind. Ergänzt durch hörbare Geräusche und Bewegungen werden audiovisuelle und kinästhetische Wahrnehmungen angesprochen – eine Vielzahl der menschlichen Sinne. Vor allem Geräusch und Bewegung sind es, die die Aufmerksamkeit des Menschen auf bestimmte Dinge seit Jahrtausenden vorrangig geprägt haben. Diese Uraufmerksamkeit – wie ich sie nennen möchte – spiegelt sich in den auditiven und kinetischen Objekten Salomon-Schneiders wider. Urlaute, Wortreihen und Naturformen verdichten sich in seiner Installation Töne aus Ton, in der ungebrannte Ziegel, Lehmklumpen und rohe Steine auf den Ursprung der Dinge verweisen. Das rohe Material, das ungeformt Jahrmillionen seine eigene Ur-Existenz einfach durch sein Vorhandensein definierte – es wird bei Salomon-Schneider auch mit der Gabe des hörbaren Tones ausgestaltet. Gleichzeitig verliert es seine alte Existenzform, wird zum Ziegel geformt – und gebrannt. Ein eindringliches Gleichnis in einer Zeit, die mit dem in unendlichen Zeiträumen entstandenen Material allzuoft mehr als verschwenderisch umzugehen pflegt.

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